Eulenpost

Schülerzeitung der Waldschule Hagen-Beverstedt

Europäische Bildung für alle!

von Isabella Stechel-Marceddu (11a) und Sebastian Vogel (11c)

Bildung sei der Schlüssel zu sozialem Aufstieg, so heißt es oft. Ähnlich wie bei der Sozialpolitik sind sich die Parteien jedoch uneinig darin, ob Bildungspolitik auch auf internationaler Ebene betrieben werden sollte. SDP, Grüne, Linke, FDP und CDU setzen sich klar für mehr einheitliche Bildungspolitik ein, die AfD hingegen ist strikt dagegen. Was sind also laut den Parteien die Vor- und Nachteile, die uns europäische Bildung bringt?

Die Vorteile von grenzüberschreitender Bildung sind vor allem Völkerverständigung und die Förderung einem europäischen Gemeinschaftsgefühl. Ein Beispiel sind Austauschprogramme wie ERASMUS beziehungsweise ERASMUS+, welche für das Leben junger Menschen eine große Bereicherung sein können. Sie bieten die Möglichkeit, innerhalb der Europäischen Union Freundschaften zu schließen und tragen so dazu bei, andere Kulturen besser kennenzulernen und zu verstehen. Zusätzlich fördern sie auch die Friedenssicherung bis zu einem bestimmten Punkt,da jemand der Freunde und Bekannte in einem Land hat mit geringerer Wahrscheinlichkeit einen Krieg gegen dieses Land befürworten wird. Alle großen Parteien, außer der AfD, wollen dieses Programm weiter fördern, aber auch dafür sorgen, dass finanziell schlechter gestellte EU-Bürger sich einen Austausch leisten können. Weitere Vorschläge einzelner Parteien zur Förderung europäischer Bildung sind beispielsweise europäische Hochschulen, die europaweite Anerkennung von Bildungsabschlüssen oder ein gemeinsames europäisches Geschichtsbuch.

Gegensätzliche Vorstellungen hat die AfD von Bildungspolitik. Laut ihr funktionieren Bildungssysteme nur auf nationaler Ebene, da jeder Staat eine andere Kultur und andere Bedürfnisse besitzt. Zu Austauschprogrammen äußert sie sich in ihrem Wahlprogramm nicht. Im Bezug auf Völkerverständigung macht sich die Partei für eine eher einseitige und lediglich auf Deutschland bezogene Umsetzung stark. Gerne möchte sie das deutsche Kulturgut in anderen Ländern vermitteln und ein positives Bild Deutschlands erzeugen. Jedoch lehnt die Partei eine Gegenseitigkeit ab. So spricht sie sich gegen das Vorhaben der Bundesregierung, afrikanische Museen zu finanzieren, aus.

Die Kritik der AfD ist insofern unbegründet, dass durch die Bestrebungen der anderen Parteien, die europäische Bildung anzugleichen und die Menschen miteinander zu vernetzen, gar nicht darauf aus ist, Bildung nur durch die Europäische Union zu regeln. Durch die Vorschläge der Parteien können die Bildungssysteme der einzelnen Mitgliedsstaaten eher profitieren, als dass es negative Folgen für sie hat.

Eulenpost-Redaktion

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