von Paule Krumrey Noch vor wenigen Wochen sahen Experten den 28-Jährigen Michael Schulte bestenfalls im Tabellenmittelfeld. Doch das änderte sich schlagartig nach Schultes erster Performance in Lissabon. Deutschland ist plötzlich Geheimfavorit und steht am Ende auf einem hervorragenden vierten Platz.
Seit 2016 werden die Jury- und Zuschauerpunkte getrennt vorgestellt. Das erste Mal seit 2010 hieß es bei den Jurys wieder: „Twelve points go to Germany!“ – das gleich vier Mal, und zwar aus Holland, Dänemark, Norwegen und der Schweiz. Am Ende holt Deutschland 204 Jury-Punkte und ist vierter. Bei den Zuschauern wird Schulte sechster mit 136 Punkten. Das macht zusammen 340 Punkte und einen tollen vierten Platz. Das ist der beste Platz für Deutschland seit Lena 2010 gewonnen hatte. Damit beendet Michael Schulte die deutsche ESC-Durststrecke, was auch endlich mal nötig war, nach zwei letzten und einem vorletzten Platz in Folge.
Siegerin wird die Favoritin Netta aus Israel. Mit einem Song zur #MeToo-Bewegung holt die 25-Jährige 529 Punkte und steht damit vor Eleni Foureira aus Zypern (436 Punkte) und vor Österreich. Der 34-Jährige Cesár Sampson holt mit „Nonody but you“ 342 Punkte und wird Dritter.
Ein großer Aufreger geschah bei der Performance von Großbritannien. Mitten im Auftritt entreißt ein „Fan“ das Mikrofon der 29-Jährigen SuRie und brüllt etwas von „Nazis“ und „Media“. Doch die britische Sängerin reagiert großartig und singt mit einem neuen Mikro einfach weiter, während die Secrurity den Flitzer von der Bühne holt. SuRie animiert das Publikum und singt das, zugegeben sehr langweilige, Lied mit noch mehr Kraft. Die Textzeile „Don´t give up!“ passt natürlich besonders gut. SuRie darf nochmal singen, möchte das aber nicht tun. Am Ende wird sie 24. von 26.
Letze werden übirgens zwei Frauen aus dem Gastgeberland Portugal mit 39 Punkten.

Eulenpost-Redaktion
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