von Isabella Stechel-Marceddu

Wir möchten uns für die Verspätung dieses Artikels entschuldigen.

Kurz vor den Sommerferien besuchte eine polnische Austauschgruppe die Waldschule Hagen. Die Zehn bis Achtzehnjährigen wohnen in Pluznica, der Partnergemeinde von Hagen und verbrachten deshalb einige Tage in Norddeutschland. Innerhalb dieser Zeit entdeckten sie unteranderem das „Deutsche Auswandererhaus“, den „Serengeti Park“ und natürlich Hagen. Einige Tage bevor sie die Rückfahrt nach Polen antrat durfte die Gruppe auch noch eine deutsche Schule von Innen betrachten: die Waldschule.
Empfangen wurde die Jugendlichen von Herrn Giesemann. Er brachte die Gruppe zu uns, sodass wir Zeit für ein kurzes Interview mit ihnen hatte. Mit Hilfe einer Dolmetscherin erfuhren wir viel über die Schule in Polen, die der deutschen ähnelt, mit dem großen Unterschied, dass die Polen bis zum 15. Lebensjahr in die Grundschule gehen und diese dann in eine Gesamtschule übergeht. Im Sommer hat man in Polen einen Vorteil: acht bis neun Wochen Sommerferien gibt es dort, dafür aber keine Herbstferien.
Doch schnell wurde aus dem Interview ein Gespräch, da auch die Austauschschüler sehr interessiert an deutschen Gleichaltrigen und deren Lebensstil waren. Bei dem Thema Sport war man sich einig, die meisten hatten eine Vorliebe für Fußball oder Handball, auch wenn die polnischen Jugendlichen nicht sonderlich gut auf Fußball zu sprechen waren (Polen war am Abend zuvor aus der WM geflogen).
Anschließend wurden die Jugendlichen auf einzelne Schüler aus verschiedenen Klassen aufgeteilt, um so den Unterricht an der Waldschule kennenzulernen. Verstehen konnten sie wenig, dafür war ihr Deutsch nicht ausreichend, doch die Unterrichtsatmosphäre wurde von ihnen mit „It’s so loud!“ kommentiert.
In der dritten Stunde wurde die Gruppe von Frau Hellmann durch die Schule geführt. Dabei wurden sowohl Fachräume als auch Klassenräume und Container besichtigt. Sogar das Lehrerzimmer durften sich die Schüler anschauen.
Nach einer weiteren Unterrichtsstunde war der Besuch an der Waldschule beendet. Handynummern wurden ausgetauscht und man verabschiedete sich. Auf die Frage wie ihnen Deutschland gefallen habe, antworteten sie gut: „Gut, bis auf das Wetter.“

Eulenpost-Redaktion
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