Eulenpost

Schülerzeitung der Waldschule Hagen-Beverstedt

Schulstress – und was man dagegen tun kann

von Klara Granzow

In Deutschland sind immer mehr Schüler von diesem Stress betroffen, der größtenteils durch den immer stärker zunehmenden Leistungsdruck herrührt.
Dieser Stress zeigt sich dabei nicht nur psychisch, sondern auch körperlich. Jetzt sind auch immer mehr Eltern der Meinung, die Schule zerstöre die Kindheit der neuen Generation. All das nur durch überfüllte Lehrpläne und dem Anstieg der außerschulischen Aktivitäten. So sollen sogar schon Grundschüler diesen Schulstress empfinden, da auch sie schon verstanden haben, wie wichtig das Lernen heutzutage ist. Dadurch gibt es immer weniger ungeplante Freizeit für die Schüler- eben das, was ein Gegenpool zu Stress sein soll und das auszugleichen vermag.

Was ist Schulstress?
Der Stress kann sich bei Kindern auf sehr unterschiedliche Weise äußern, ist deswegen aber sehr ernstzunehmen. Oftmals ist es zu Anfang „nur“ eine Veränderung im Verhalten des Kindes. Es zieht sich viel zurück, ist demotiviert oder wirkt lustlos und niedergeschlagen. Nicht selten haben die Schüler dazu noch Probleme mit der Konzentration. Es ist auch wichtig darauf zu achten, ob die Noten der Schüler immer schlechter werden, denn auch das kann ein Anzeichen von Schulstress sein. Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und sogar Schlafstörungen kommen auch davon. In einigen Fällen entwickelt sich das sogar so weit, dass aus Kopfschmerzen Migräne wird und durch die Schlafstörung Kinder Panikattacken oder ähnliches bekommen. Aber auch übermäßiger Konsum von Lebensmitteln, sowie gar keinen Appetit haben und zu wenig essen ist von dem Schulstress abzuleiten. Dadurch leiden schon Schüler an Essstörungen.
Häufige Folge sind damit also:
-Schlafstörungen
-Migräne
-Magersucht
-Essstörung

Ursachen des Schulstresses
Natürlich ist die größte und deutlichste Ursache die des Leistungsdrucks und die darauf folgende Angst des Versagens. Doch auch so haben Eltern und die Gesellschaft sehr hohe Anforderungen an die Schüler. Da die Eltern wollen, dass ihre Kinder einen guten Ausbildungsplatz, einen Studienplatz oder einen guten Job bekommen, schicken sie ihr Kind auf das Gymnasium. Dabei ist ihnen ziemlich egal, ob das Kind das von der Leistung her schafft oder nicht und ob das Kind das nun wirklich möchte oder doch lieber auf die niedrigere Schulstufe (Realschule) gehen möchte.
Zusätzlich ist die Belastung durch Hausaufgaben und das Lernen für Klausuren sehr hoch. Viele Schüler haben einen längeren Schultag als ihre Eltern, die einen acht Stunden Arbeitstag hinter sich bringen müssen. Schüler haben dazu auch noch außerschulische Aktivitäten, z.B Fußball, Reiten, tanzen etc. die einen Ausgleich darstellen sollen, aber durch den Erfolgszwang nicht helfen, sondern eher das Gegenteil bewirken.
Aber nicht nur die hohe Erwartung von einer guten Leistung ist eine Ursache. Auch Mobbing spielt eine wichtige Rolle für Stress. Der Lehrer wird auch nicht mehr als Autoritätsperson angesehen, was er früher mal war.
All diese Aspekte führen zu Schulstress und machen die Schule schließlich zu einem Hassobjekt für viele Schüler.

Was tun gegen Schulstress?
Um den Stress vorzubeugen, ist zuerst einmal ein stabiles Umfeld nötig. Dazu zählen eine gute Beziehung mit den Eltern, Freunde und andere soziale Kontakte. Außerdem ausreichend Freizeit, in der man sich von der Schule samt Strapazen erholen kann. Man kann dies auch mit gesunder Ernährung sowie genügend sportlichen Aktivitäten ergänzen. Allerdings garantieren diese Dinge keinen stressfreien Schulalltag und auch nicht, dass es nie Streit mit den Eltern oder Freunden gibt. Eltern können ihren gestressten Kindern helfen, indem sie mit diesen reden und ihnen bei schulischen Sachen helfen, wo sie können. Natürlich ist es aber auch möglich, den Klassen- oder Vertrauenslehrer des Kindes miteinzubeziehen und gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Wichtig ist, dass sich Eltern Zeit für ihr Kind nehmen und es (wenn nötig) zur Nachhilfe schicken.
Lob und Belohnungen dürfen aber auch nicht fehlen, falls das Kind gute Noten oder Leistungen bringt.Wenn das Kind mit einer schlechten Note heimkommt, dann bewirken tröstende Worte meist mehr, als wenn man mit dem Kind schimpft.
Regelmäßiges Lernen oder ein anderer, festgelegter Tagesplan trägt auch dazu bei, dem Kind etwas Stress abzunehmen, aber es sollten auch auf genügend Pausen geachtet werden, um nicht noch mehr Überforderung herauszufordern.
Es bringt aber nichts, nur die Ursachen zu bekämpfen. Man muss das Problem vom Stress bei der Wurzel packen, damit er endgültig verschwindet. Falsches Lernen, Probleme mit Freunden oder der Klasse,vielleicht sogar die falsche Schule? Oder doch in der Familie Probleme? Eine frische Trennung der Eltern oder ein Todesfall? Erst wenn man weiß, was der Auslöser ist, kann gegen diesen etwas unternehmen.

Eulenpost-Redaktion

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