Eulenpost

Schülerzeitung der Waldschule Hagen-Beverstedt

Sonys großer Erfolg

von Klara Granzow (11a)

Dieses Wochenende war die große Preisverleihung der Oscars und natürlich gingen die Bilder davon durch jeden Nachrichtensender. Dabei ist allerdings eine große Kategorie untergegangen: Der Oscar für den besten animierten Film. Der ging nämlich nicht an Disney.

Sony Picture Studios ist vielen Bekannt durch die Spider-Man Filme bekannt, aber auch das Sony Pictures Animations Studio ist sehr bekannt, Negativbeispiel hier wäre der Emoji-Movie.

Doch nach Jahren, die Sony jetzt schon hinter Disney hinterherhinkt, ob bei nicht-animierten oder animierten Spielfilmen, hat sich jetzt endlich ein besonderer Film durchsetzen können.

Mit „Spider-Man: A New Universe“ (Originaltitel „Into the Spiderverse“) hat Sony den wichtigsten Filmpreis überhaupt gewonnen: Den Oscar! Dabei haben Experten geschätzt, dass der Film nur gerade eine 23%ige Chance auf den Sieg haben würde.

Damit ist seit 2012 jemand anderes der Gewinner bei den animierten Filmen, als Disney.

Schon vor dem Film, hat Sony glänzen können, mit dem letzten Spider-Man Film „Homecoming“ und dem neuen Venom-Film, doch „A New Universe“ ist die glänzende Krönung.

Ein wenig amüsant ist das schon, da Spider-Man einer der wenigen Marvel Charaktere ist, an dem Disney nicht alle Rechte besitzt, sondern eben mit Sony teilt.

Der Film „Homecoming“, welcher ebenfalls ein riesiger Erfolg war, wurde in Zusammenarbeit mit dem rivalisierenden Studio gedreht und veröffentlicht.

**Spoiler Warnung, ab hier könnten Spoiler im Artikel vorkommen**

Die Handlung des Films basiert auf den klassischen Marvel-Comics.

Im Fokus steht dabei Spider-Man, obwohl es jetzt eher Spider-Men sind, Mehrzahl. Im Grunde aber wohl Spider-People, immerhin sind nicht nur Männer die Helden hinter der bekannten Maske.

Aber zurück zum Hauptcharakter – Miles Morales, ein farbiger lateinamerikanischer Junge, der den meisten Spider-Man Fans bereits ein Begriff ist, auch schon durch das, von Insomniac veröffentlichte, Videospiel.

Miles Morales erhält seine Kräfte durch den Biss einer radioaktiven Spinne, wie alle anderen Spider-People vor ihm. Dieser Bis verleiht ihm aber nicht nur die typischen Kräfte, die Peter Parker auch hat – Miles erhält etwas mehr. Neben Spinnensinn und der Fähigkeit, an Wänden zu kleben, kann Miles sich auch unsichtbar machen und mithilfe seiner Netzwerfer kann er elektrisch geladene Netze schießen!

Die Grundlegene Geschichte geht jedoch noch etwas weiter. Durch einen bösen Plan geraten alle Paralleluniversen durcheinander und eine Handvoll von verschiedenen Spider-People tauchen in dem Universum von Miles auf.

Die Gruppe von Helden wollen alle in ihre eigenen Universen zurück und dabei den Bösewichten einen Strich durch die Rechnung machen.

Humorvoll werden alle Charaktere nacheinander vorgestellt, in einem Pool von verschiedenen Farben. Insgesamt ist der Film dominiert von dem typischen Comicbuch-Stil und vielen Farben, die jedoch die verschiedenen Szenen gut betonen und verstärken.

In der Handlung entstehen keine Lücken, Langeweile kommt nie auf. Es werden Witze gerissen, aber die ernsten Szenen sind auch mal düster und Herzergreifend. Auch die Bösewichte sind faszinierend dargestellt, und besonders die Verbindung von Miles und seinem Onkel können den Zuschauer fast zu Tränen rühren.

Auffällig am gesamten Film ist dieser besondere Animationsstil, die komplett unterschiedlichen Charaktermodelle, die Variationen an Persönlichkeiten und natürlich auch die Musik.

Die meisten Lieder unterstützen die Szenen und spielen nicht nur im Hintergrund, um Stille zu vermeiden.

Es wirkt sehr mitreißend und emotional, insbesondere die Szene des „Vertrauensfalls“ bei dem das Lied „What‘s Up Danger) von Blackway und Black Caviar spielt. Auch durch das Lied „Sunflower“ von Post malone und Swae Lee bleibt die erste Szene gut im Gedächtnis.

Alles in Allem ist dieser Film ein wahres Meisterwerk, das sich den Oscar redlich verdient hat und der selbst Zuschauern gefallen und positiv überraschen wird, die weder auf Marvel, Action oder Animationsfilme stehen.

Ich kann „A New Universe“ nur empfehlen und gratuliere Sony Animation Studios zu dem glorreichen Sieg über ihren großen Rivalen Disney Animation!

Eulenpost-Redaktion

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